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Erzbergrodeo XVII - 2011 in Progress
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Christine Wiesner erneut beste Lady am Erzberg!
H.Lautner - 11.06.2010
Wie schon 2009 war es auch heuer wieder eine junge Oberösterreicherin, die die rot-weiß-rote Fahne für das angeblich schwache Geschlecht hoch hielt.
Mit Mut und Entschlossenheit Richtung Erzberg-Gipfel

Christine Wiesner auf Husaberg FE 390 sicherte sich mit einer Zeit von 13 Min 27 Sek. und einem respektablen Vorsprung von genau einer Minute auf die Zweitplatzierte Jessica Bendler aus Deutschland der Sieg der Damenwertung.

 

„Leider passierte mir am zweiten Prologtag ein kleiner Fehler bei der Wasserdurchfahrt. Zum Glück hatte ich ja mit der sicheren Fahrt vom Freitag eine tolle Zeit und ich war froh, dass sich sogar das Qualifying für das Hare Scramble damit ausging!“

 

Platz 3 bei den Damen ging an die erst 20-Jährige Sorina Sandu aus Rumänien auf einer GasGas 250.

Hare Scramble

Mit Startnummer 362 in Startreihe 8 ging es dann für die einzige Lady unter dem mit knapp 500 Mann stark besetzten Hare Scramble in die Renndauer von 4 Stunden. Jede Reihe wurde nach ca. 3 – 5 Minuten gestartet um so eine größere Staubildung zu vermeiden. Tatsächlich gelang es heuer auch den Teilnehmern mit höheren Startnummern zwar mit viel Staub dafür mit nur kurzen Warteschlangen ohne Probleme bis zu Checkpoint 2 durchzukommen. Nach dem Tunnel und der Wasserleitung gab es dann die erste größere Schinderei in einem steilen Waldstück, an dem auch Christine fast gescheitert wäre.


„Ich war echt am Verzweifeln, da es teilweise weder vor noch zurück gegangen ist. Mit vereinten Kräften, wenig Luft im Hinterreifen bei den Schrägfahrten und Trialtechnik erreichte ich aber letztendlich Checkpoint 3.“

Nein, das ist nicht Christine. Aber rein gehört's trotzdem!

Kurz darauf ging es aber in die für ihre langen, harten Steilhänge berüchtigte ‚Badewanne’. Christine behielt Nerven und meisterte die insgesamt 6 Auf- und Abfahrten zwar mit Herzklopfen aber ohne gefährlichen Absturz und befand sich souverän auf dem Weg zu Checkpoint 5.

 

Leider verließ Christine nach ca. 3:30 Stunden das Glück:
„Im Wald nach der Badewanne galt es ein ca. 30 Meter langes Schlammloch zu durchqueren. Wenn man weiß welche Linie möglich ist, dann ist so etwas kein Problem. Ich hatte leider niemanden vor mir und mit dem Motto ‚auf gut Glück’ habe ich genau die schlechteste aller denkbaren Linien erwischt. Die Husaberg stand bis zur Sitzbank im Schlamm und danach war an ein Weiterfahren leider nicht mehr zu denken."

Der ganz normale Erzbergwahnsinn

Somit ist der Erzberg 2010 auch wieder Geschichte und allen Teilnehmern wird mit Sicherheit ein grandioses Spektakel in Erinnerung bleiben, denn der ‚Eiserne Gigant’ zieht jedes Jahr mehr Rennfahrer und Zuschauer in seinen Bann.

 

Bevor es in die wohlverdiente Sommerpause geht, steht für die erfolgreiche Husaberg-Pilotin noch ein ACC sowie der vierte Lauf zur Damen Motocrossmeisterschaft im Rahmen des int. Austrian MX-Masters am 27. Juni in Mernbach (OÖ) HSV Ried auf dem Programm.

Fotos: Joro Hadjiev // Privat

 

 

MR/hl


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